Das siebte Album von Foy Vance, The Wake, markiert den Abschluss einer jahrzehntelangen Reise, die von unermüdlicher Selbstsuche und lebensverändernden Offenbarungen geprägt ist. Während eines Auftritts auf der spanischen Insel Lanzarote im Januar 1999 erlebte der in Nordirland geborene Singer/Songwriter auf der Bühne einen Moment beispielloser Transzendenz und erfuhr am nächsten Morgen, dass sein Vater in genau jener Nacht einen tödlichen Herzinfarkt erlitten hatte. Von Trauer und zugleich einer antreibenden Klarheit überwältigt, fasste Vance sofort den Entschluss, sieben Alben zu schaffen, die vom Verlust seines Vaters inspiriert sind – eines reisenden Predigers, der die Familie in den amerikanischen Süden umsiedelte, als Vance noch ein Baby war, und der ihn früh in seiner Kindheit durch den Gitarrenunterricht auf seinen Lebensweg brachte. Abwechselnd erschütternd, ekstatisch und zutiefst erhellend offenbart The Wake einen Künstler, der sich intensiv der Aufgabe widmet, den menschlichen Geist in einer oft unbarmherzigen Welt zu bewahren.
Produziert von Ethan Johns (dem mit dem Brit Award ausgezeichneten Produzenten, bekannt für seine Arbeit mit Paul McCartney, Ray LaMontagne und anderen), führt The Wake Vances raue Gesangsstimme in einer kraftvollen Verschmelzung aus Folk, Soul und Southern Blues zusammen und verleiht jedem Moment eine ungezügelte Vitalität. In seiner intimen Erforschung der menschlichen Existenz sinniert der in Schottland lebende Künstler über zutiefst persönliche Themen (z. B. Vaterschaft, Herzschmerz) ebenso wie über existenzielle Fragen (das flüchtige Wesen der Zeit, die drohende Krise eines ungebremsten Aufstiegs der KI). Als letzter Teil einer Albumreihe, die mit seinem Debüt Hope von 2007 begann – und zu der auch herausragende Werke wie The Wild Swan von 2016 (ausführend produziert von Elton John), From Muscle Shoals and To Memphis von 2019 (aufgenommen in den historischen FAME Studios bzw. Sam Phillips Recording Studios) und Signs of Life von 2021 (teilweise in Vances Zuhause in den schottischen Highlands entstanden) gehören –, stellt das Ergebnis bislang die reinste Verdichtung seiner wahrhaft einzigartigen Kunst dar und verleiht Liedern über Sehnsucht, Verlust und mühsam errungene Akzeptanz eine trotzige Freude.


