FLORENCE ROAD


Die Kantine, Köln
Mi, 12.05.2027
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
29,00 € zzgl. Gebühren

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Neu bestätigt
credit: Kate Cummings
credit: Kate Cummings

Geschickt verbinden Florence Road laute Zwischentöne mit den sanften Momenten, bevor im nächsten Takt wieder alles explodiert. Genau in diesem Spannungsfeld entwickelt das Quartett aus Wicklow, Irland, einen Sound, der gleichermaßen fesselnd wie düster ist. Dabei verhandeln sie facettenreich, wie es ist, jung zu sein – mit all der Anxiety, der Intensität, dem Humor und Herzschmerz. Nachdem Florence Road im Frühjahr hierzulande zwei ausverkaufte Headline-Konzerte spielten, bringen sie ihre eingängigen Arrangements aus Grunge, Indie-Rock und Alt-Pop im kommenden Mai erneut auf Deutschlandtour.
Ursprünglich lernen sich Lily Aron (Gesang, Gitarre), Emma Brandon (Gitarre), Ailbhe Barry (Bass) und Hannah Kelly (Schlagzeug) zu Schulzeiten kennen und verpflichten sich mit 16 Jahren ganz der Musik. Ein Versprechen, das sich für sie gelohnt hat. Erste Aufmerksamkeit erreichen sie mit Coversongs, die sie auf TikTok hochladen – ganz im für die Band typischen Fish-Eye-Look. Ihr Cover von Paramores „Hard Times“ weist mittlerweile mehr als 50 Millionen Klicks auf.
Das darauf folgende Debüt-Mixtape „Fall Back“ (2025) betont wie weit ihre Klangpalette reicht: „Heavy“ steigert sich zum druckvollen Befreiungsschlag, während „Caterpillar“ die leisere Seite der Band offenlegt. Für diesen Song arbeiteten Florence Road mit Dan Nigro zusammen, der auch Produktionen von Olivia Rodrigo und Chappell Roan verantwortet. Ihre Musik lebt jedoch vor allem vom Zusammenspiel der vier Freundinnen: Gitarren dürfen knirschen, Melodien sich entfalten und persönliche Geschichten auch einmal ohne schützende Distanz erzählt werden.
Mit dem ebenso kraftvollen Nachfolger „Spring Forward“ (2026) knüpft das Quartett nahtlos an diesen ersten Erfolg an und präsentiert einen Coming-of-Age-Soundtrack, der zwischen Chaos und Klarheit oszilliert. Verletzlichkeit und Entschlossenheit schließen sich bei Florence Road nicht aus, sondern offenbaren die eigentliche Stärke der Band. Im August öffnet sie diesen Raum weiter: Mit „7563“ folgt ein Song über das Gefühl, sich selbst fremd zu werden. Dem setzt das Quartett einen aufbrausenden Refrain entgegen, der geradezu nach gemeinsamem Mitsingen verlangt.
Dass ihre Songs vor allem für die Bühne gedacht sind, haben Florence Road bereits bei Support-Shows für Olivia Rodrigo, Wolf Alice und The Last Dinner Party bewiesen. Im Schein der Spotlights, wo eine Band am verwundbarsten erscheint, wachsen die Songs der Irinnen. Kein Wunder, dass dieses Quartett auch eigene Headline-Shows wie selbstverständlich ausverkauft. Nun kündigen Florence Road ihre bisher größte Europatournee an und machen im Mai 2027 im Rahmen dessen Halt in Hamburg, Berlin, München und Köln.