THE DEAR HUNTER


Gebäude 9, Köln
So, 25.06.2023
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
18,00 € zzgl. Gebühren

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Neu bestätigt

Grenzenlose Rockmusik – klug verdichtet und zugleich raumgreifend performt, mit einer Vielzahl an Instrumenten, Sounds und Klangästhetiken – in der komplexe konzeptionelle Welten evaluiert und große Anti-Heldengeschichten fortgeschrieben werden: das ist die Welt von The Dear Hunter. Die Band rund um ihren Ideengeber, Hauptsongwriter, Sänger und Multiinstrumentalisten Casey Crescenzo hat in ihren 17 Jahren Bestehen bislang neun Alben und 15 EPs veröffentlicht, von denen die meisten zu drei komplexen Konzepten und weithin auserzählten Geschichten gehören. Nach der sechs Langspieler umfassenden Saga rund um den gleichnamigen „Dear Hunter“ sowie dem sich über neun EPs erstreckenden Opus zu dem Farbspektrum des Prismas haben The Dear Hunter 2022 mit „Antimai“ den Album-Auftakt zu ihrer nächsten Sci-Fi- und Fantasy-basierten Saga veröffentlicht. Das „Sunya“ betitelte zweite Werk soll bis zu den beiden Deutschlandkonzerten der Band am 25. und 26. Juni 2023 in Köln und Berlin erschienen sein.

Es ist bald zwei Jahrzehnte her, seit Casey Crescenzo sowohl die Band als auch die gleichnamige Figur The Dear Hunter mit seinem 2006 veröffentlichten Debütalbum „Act I: The Lake South, The River North“ zum Leben erweckt hat. Obwohl es durch seine vorherige Zeit als Frontmann von The Receiving End Of Sirens bereits erwartbar war, offenbarte die Platte Crescenzos unglaublich einfallsreiches und ehrgeiziges musikalisches Flair, das sich seitdem massiv weiterentwickelt hat. Die beiden folgenden Alben – „Act II: The Meaning of, and All Things Regarding Ms. Leading“ (2007) sowie „Act III: Life and Death“ (2009) – zementierten den heute 39-Jährigen als eigenwilliges Talent, dessen Musik gleichzeitig in die Moderne passt, wie sie auch die Ästhetik aus einer vergangenen Zeit zitiert.

Anachronistisch und zeitlos gleichermaßen existierte die Erzählung des Dear Hunters sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, ihre detaillierte Handlung steht gleichzeitig als uralte sowie New-Age-Fabel. Als diese Geschichte voranschritt, entwickelte sich auch Crescenzos Kunst, seine experimentellen Kompositionen verwischten die Grenzen zwischen verschiedenen Genres, um einen Sound zu schaffen, der einzigartig ist – zwischen Progressive-, Indie- und Art-Rock, symphonischem Barock-Pop und experimenteller Avantgarde. In der Mitte der sechs geplanten Akte der Erzählung zu Dear Hunter verlagerte sich Crescenzos Aufmerksamkeit: Zwischen 2010 und 2011 nahm die Band neun EPs auf, die als „The Color Spectrum“ bekannt sind. Jede EP war eine musikalische Interpretation einer Farbe aus dem sichtbaren Spektrum, die die immer weitreichenderen Ambitionen von Crescenzos musikalischer Vision und seiner erfinderischen Interpretation der Welt um ihn herum demonstrierte.

Zwei Jahre später zeigte das sanftere und geradlinigere fünfte Album „Migrant“ eine andere Seite des Talents des Songwriters. 2014 komponierte und nahm er seine erste Symphonie „Amour & Attrition“ auf. Mit einem so geschichtsträchtigen musikalischen Repertoire ist klar: Crescenzo ist kein gewöhnlicher Musiker – wie auch die letzten beiden Akte zum Deer Hunter, „Act IV: Rebirth in Reprise“ (2015) und „Act V: Hymns with the Devil in Confessional“ (2016), bewiesen. Zu einem Abschluss kam das gesamte Projekt mit „The Fox and the Hunt“ (2020), auf dem die Band gemeinsam mit dem Awesöme Orchestra rund um den Komponisten Brian Adam McCune neu orchestrierte Versionen von einigen der stärksten Momente der Saga frisch interpretierten.

Mit der Veröffentlichung von „Antimai“ im vergangenen Jahr wurde nun das nächste große Projekt lanciert. Das Album illustriert zunächst einmal die Welten, Gesellschaften sowie Soziotope dieser Fantasy- und Science-Fiction-Saga und versammelt das bisher orchestralste, vielschichtigste Material an Songs der Band. Nuanciert und euphorisch zugleich haucht ihre Essenz einer neuen atemberaubenden Geschichte Leben ein. Es ist der Soundtrack zur physischen und philosophischen Reise der Menschheit in eine Utopie, von der man viel lernen kann. „Sunya“, der zweite Teil dieser Geschichte, soll noch in diesem Frühjahr erscheinen.