ALLAN RAYMAN


Luxor, Köln
Fr, 28.10.2022
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
22,50 € zzgl. Gebühren

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Der Kanadier Allan Rayman zählt zu den spannendsten neuen Künstlern, der auf der Klaviatur des Stardoms spielt, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Über den Twenty-Something ist wenig bekannt, denn er ist ebenso zurückhaltend mit persönlichen Daten wie auch mit Interviews, über die man gegebenenfalls mehr über diesen außergewöhnlichen Künstler erfahren könnte. Stattdessen schuf er mit „Mr. Roadhouse“ ein Alter Ego, das zwar auf der persönlichen Biografie von Allan Rayman basiert, sein Leben und Wirken aber stark fiktionalisiert – sodass man nicht mehr sagen kann, was Wahrheit und was Mysterium ist. Innerhalb von sechs Jahren hat er über fünf Alben und drei EPs die Geschichte von Mr. Roadhouse immer weiter ausgestaltet, mit dem aktuellen Werk „Roadhouse 02“ findet sie nun ein vorläufiges Ende. Im Zuge der Veröffentlichung kommt Allan Rayman zwischen dem 25. und 28. Oktober für drei Shows in Berlin, Hamburg und Köln nach Deutschland und wird die Geschichte von „Mr. Roadhouse“ noch einmal live erzählen.

Er sei ein überdurchschnittlich scheuer und schüchterner Typ, sagt Allan Rayman in bald jedem der wenigen Interviews, das er gibt. „Ich fühle mich einfach nicht wohl dabei, über mich selber zu sprechen, für mich findet dabei eine Überhöhung der eigenen Person statt, mit der ich nichts anfangen kann.“ Und so schuf der aus Toronto stammende Sänger und Musiker von Beginn seiner musikalischen Arbeit an mit „Mr. Roadhouse“ eine Figur, über die er eigene biografische Ereignisse verknüpfen kann mit einem fiktionalen Storytelling, „bei dem es dann auch nicht stört, wenn die Person manchmal größer ist als das Leben selbst“, wie er sagt. Mr. Roadhouse wurde entworfen durch eine ganze Reihe von Einflüssen, darunter die Superhelden aus den Marvel- und DC Comics-Welten, den tierischen Analogien auf Menschen, wie man sie in Kurt Vonneguts Klassiker-Roman „Schlachthaus Nummer 5“ findet, sowie auf der Hybris und bewussten Überhöhung der Rock- und Filmstars der 1950er-Jahre.

Über nunmehr fünf Alben sowie drei begleitende EPs wurde die gesamte Biografie von Mr. Roadhouse erzählt; beginnend mit dem Schaffen eines grundlegenden Sujets für seine Geschichte auf dem Debütalbum „Hotel Allan“ (2016), über die Kindheit und Jugend seiner Figur in „Roadhouse 01“ (2017), ihren Untiefen, Zweifeln und Lebens-Widerständen auf „Harry Hard-On“ (2018) sowie Mr. Roadhouses Coming-of-Age-Geschichte und sein Verhältnis zur Liebe und zu Partnerschaften auf „Christian“ (2020). Mit dem aktuellen Album „Roadhouse 02“, auf der Mr. Roadhouse nun seinen Erfolg akzeptiert und Einblicke in die Dynamik seines künstlerischen Schaffens gibt, sei die Geschichte nun auserzählt – und Allan Rayman fühlt sich bereit, selber stärker ins Rampenlicht zu treten.

So sehr Mr. Roadhouse voll im Leben steht, mit der Umwelt interagiert und seine Rolle als eine bedeutende Persönlichkeit annimmt, so sehr sucht sein Erschaffer für seine Kreativität die Isolation. Ein Großteil seiner Songs entstehe in Hütten, die er in einsamen Wäldern mietet, um dort an seiner Musik zu arbeiten. Bei den Aufnahmen verlässt er sich stets nur auf eine Handvoll gut bekannter Musiker und Produzenten und bemüht sich auch im Studio, so viel alleine zu arbeiten wie möglich. Mit dem Ergebnis, dass Allan Rayman einen Sound kreiert hat, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Schon in seinem Crooner-artigen Gesang finden sich Einflüsse aus R’n’B, Rap und Alternative Rock, die Musik dazu changiert zwischen HipHop, Grunge, Pop und vielen weiteren Zutaten. Trotz seines unkonventionellen Weges in die Musikwelt blickt Allan Rayman mittlerweile auf viel Zuspruch: Seine Musik weist eine kumulierte Zahl von weit mehr als einer Viertelmilliarde Streams auf, bereits 2018 wurde er für einen JUNO Award als „Breakthrough Artist of the Year“ nominiert. Man darf entsprechend gespannt sein, was nun, da die Legende von Mr. Roadhouse zu Ende erzählt ist, als nächstes von diesem aufregenden Musiker zu erwarten ist.