OLIVER POLAK – LESUNG


L’amour numérique: Lesetour 2022
bestuhlt, freie Platzwahl

Gebäude 9, Köln
Di, 25.10.2022
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
22,00 € zzgl. Gebühren

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Oliver Polak: Der schön traurige Erzähler
Lesereise zu seinem neuen Episodenroman „L’amour numérique“
Im Oktober und November 22 in sieben deutschen Städten

 Zweifellos gehört Oliver Polak zu den vielseitigsten deutschen Entertainern, ob als Stand-Up-Comedian, Talkshow-Moderator, TV-Format-Entwickler, erfolgreicher Podcaster oder notorischer Beststeller-Autor – ein Buch über die Liebe wäre nun trotzdem nicht unbedingt das Erste, das man von ihm als Nächstes erwarten würde. Doch genau so kommt es: Mit „L’amour numérique“ erscheint Anfang Oktober im Suhrkamp Verlag Polaks viertes Buch, zugleich sein erster (Episoden-) Roman, in dem er sich auf die Suche nach dem Wesen der großen Liebe macht – und wie sie sich in Zeiten, in denen das Soziale immer mehr ins Digitale dringt, verändert. Kurz nach Veröffentlichung des Buches geht Oliver Polak  auf Lesereise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und gastiert zwischen dem 22. Oktober und 9. November in Leipzig, Hamburg, Köln, Heidelberg, Frankfurt, Berlin und Dresden.

Was es heißt, jenen einzigen Menschen zu finden, der die große Liebe bedeutet: Nichts Geringeres beschreibt Oliver Polak in seinem neuen Buch „L’amour numérique“. Oder, um es mit der Band Toto zu sagen: „Hold the line. Love isn’t always on time.“ In verschiedenen Episoden erzählt er von den erhebenden und ernüchternden Herausforderungen der modernen Liebe. Search, Swipe and Date – so beginnen immer wieder die Abenteuer vor der Kulisse des romantischsten aller Orte, des Pariser Cafés. Und die so arrangierten Begegnungen enden mal im Fauxpax, dann wieder entwaffnend menschlich. „L’amour numérique“ ist wahrheitsgetreu, erfunden und zugleich erfahrungsgesättigt. Ein tiefer Seelenstriptease des inneren Ichs, denn am Ende begegnet der Protagonist nur einer Person: sich selbst. Trifft er die Frauen, um sie zu lieben, oder trifft er sie nur, um sich selbst nicht zu lieben?

Auch als Comedian ist Oliver Polak der deutsche Humorist ohne Scham vor sich selbst oder dem Aufdecken der selbst unangenehmsten persönlichen Dramen. Die Welt in all ihrer Verworfenheit: Polak holt auf die Bühne, was er durchlebt hat, und hat keine Hemmungen, sich selbst zum Narren zu machen für eine gute Pointe. Damit steht er ganz in der Tradition der großen angelsächsischen Stand-Up-Vorbilder, und nur folgerichtig schrieb die Zeit: „Oliver Polak, so überzeugend und unangenehm und melancholisch wie Lenny Bruce und Louis C.K.“. Ob als Bühnen-Comedian mit (sehr) eigenen Programmen, ob im oft entwaffnend offenen Gespräch mit seinem Langzeit-Freund Micky Beisenherz in ihrem neuen Podcast „Friendly Fire“ oder in seinen zahlreichen, stets aus dem Rahmen des Gewohnten fallenden TV-Formaten  und Talkshows (wie zuletzt wieder mit seinem neuesten Format „Your Life Is a Joke“, mit dem er als erster Comedian überhaupt auf Netflix eine exklusive, neue Comedy-Reihe präsentierte): Polak ist das laut ‚Welt am Sonntag‘ das „Multitalent, dessen Stilgefühl im deutschen Humordschungel einzigartig ist.“

Dass er darüber hinaus mit „Ich darf das, ich bin Jude“, „Der jüdische Patient“ und „Gegen Judenhass“ drei literarische Bestseller verfasste, dass er mit seinen Shows „Jud Süß-Sauer“, „Krankes Schwein“ und „Der Endgegner“ in fünf Ländern über 1.000 Gigs absolvierte, dass er zusammen mit Carsten „Erobique“ Mayer den Song „Forever Corona“ – und damit die inoffizielle Hymne zur Pandemie – komponierte: All dies sind Belege dafür, wie überfällig ein neuer, bissiger, gern auch mal konfrontativer Humor in Deutschland war.

In „L’amour numérique“ geht es nun um nichts weniger als die Antithese zur Konfrontation: Liebe in all ihrer Einzigartigkeit, aufgeschrieben von dem laut Maxim Biller „Erzähler, der so schön traurig sein kann wie niemand sonst.“ Ein Buch über Sehnsucht, Verlangen und Zärtlichkeit in einer ungewissen Welt. Leonard Cohen, Batman, Oliver Polak: die großen Liebhaber mit durstigen Herzen.